Ihre Spezialistin für Ernährung bei Krebserkrankungen in Berlin
Eine frühzeitig beginnende und regelmäßig begleitende Ernährungstherapie unterstützt den Erfolg einer onkologischen Therapie. Wer ausreichend ernährt ist, kann seine Therapietoleranz verbessern und das Risiko von Komplikationen und Therapieunterbrechungen vermindern. (Empfehlungen der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. DGEM).

 

Onkologische Beratungsleistungen für Betroffene

 

Einmalige Ernährungsberatung:

  • Erfassung des Ist-Zustands der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sowie Besprechung der Beschwerden
  • Falls eine Verbesserung notwendig ist, werden Optimierungs- Vorschläge und Empfehlungen unter Berücksichtigung Ihrer Bedürfnisse und aktuellen Laborwerte gemacht   
  • Strategien werden besprochen, um Ihre Beschwerden zu minimieren oder beseitigen       
  • Aufklärung von Fragen oder Unsicherheiten rund um das Thema Ernährung bei Krebs


Honorar: 80 € / Stunde
Hausbesuche nach Vereinbarung


Ernährungs-therapeutische Betreuung:

  • Ernährungstherapeutische Betreuung während Ihrer onkologischen Therapie - 3 bis 5 Beratungen
  • Erstgespräch ca. 1 Stunde inklusive Erfassung der Ist-Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, ggf. Optimierungsvorschläge. Gemeinsame Strategieentwicklung, um Beschwerden zu vermindern. Aufklärungen von Fragen um das Thema Ernährung bei Krebs
  • 2 bis 4 mal ca. 30-minütige Folgetermine (persönlich oder telefonisch) in regelmäßigen Abständen, je nach Ihrem Therapieverlauf und Bedarf


Honorar Paket mit 3 Terminen: 160 €
Honorar Paket mit 5 Terminen: 240 €

Hausbesuche nach Vereinbarung




Fragen und Antworten


Wieso verursachen insbesondere onkologische Erkrankungen eine Mangelernährung? 

Bei onkologischen Patienten tragen sowohl erkrankungs- als auch therapieassoziierte Belastungen zu einer Mangelernährung bei. Die Mangelernährung wird hauptsächlich durch eine anhaltende unzureichende Nahrungsaufnahme und eine Reduzierung der körperlichen Mobilität und Aktivität verursacht. Oft liegen katabole metabolische Veränderungen und eine systemische Inflammationsreaktion vor, die den Abbau von Muskulatur und Fett fördern und gleichzeitig eine ausgeprägte Appetitlosigkeit oder vorzeitige Sättigung herbeirufen können. 

Während der Therapie können folgende Beschwerden auftreten, die die Nahrungsaufnahme noch weiter beeinträchtigen: Übelkeit und Erbrechen, Entzündungen der Mundschleimhäute und des Zahnfleischs, Pilzinfektionen der Mundschleimhaut, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall, Blähung, Malabsorption und vorübergehende Lebensmittelunverträglichkeiten, Schmerzen, Geschmacks- und Geruchsveränderungen und Schluckbeschwerden. Oft isst man einfach sehr einseitig, weil nur bestimmte Lebensmittel gewollt oder vertragen werden. Eine ausgeprägte Erschöpfung wird häufig während der Therapie erlebt. Sie wirkt sich ebenfalls auf die Nahrungsaufnahme aus. Oft ist man einfach zu müde, um zu essen, die Mahlzeiten zuzubereiten oder einkaufen zu gehen.


Wie häufig tritt eine Mängelernährung und ungewollter Gewichtsverlust bei einer Krebserkrankung auf? 

Laut der Deutschen Krebsgesellschaft verliert etwa die Hälfte aller onkologischen Patienten im Laufe der Erkrankung an Muskel- und Fettmasse. Dieser Zustand ist für die Betroffenen und Ihre Angehörige eine zusätzliche Belastung. Einerseits möchten die Patienten sehr gerne essen, können es aber nicht ausreichend. Anderseits fühlen sich die Angehörigen dabei hilflos, weil sie ihnen das Essen nur begrenzt ermöglichen können. 


Welche Folgen hat eine Mangelernährung? 

Neben einer Reduzierung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit begünstigt eine Mangelernährung Ihre Infektanfälligkeit. Mangelernährte erkranken häufiger an Lungenentzündungen und Harnwegsinfektionen und haben oft Wundheilungsstörungen. Infektionen können dazu führen, dass ihr Therapie-Verlauf verzögert oder pausiert werden muss und dass Sie häufig Antibiotika einnehmen müssen. 


Welche Ziele hat die Ernährungsberatung und Ernährungstherapie bei onkologischen Erkrankungen?

 Ziele können u.a. sein:

  • Optimierung der Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr
  • Beseitung und Vorbeugung einer Mangelernährung
  • Stabilisierungund Verbesserung des Gewichts
  • Verbesserung von gastrointestinalen Beschwerden
  • Reduzierung von Ödembildungen
  • Entgegenwirkung des katabolen metabolischen Zustandes
  • Zurückgewinnung der Kraft und Lebensqualität
  • Verbesserung der Therapietoleranz.


Haben Tumorpatienten einen veränderten Nährstoffbedarf?

Ja, aber nur bei einigen Makronährstoffen. Daher ist nicht nur eine quantitative Erfassung Ihrer Nahrungsaufnahme sondern auch eine qualitative Erfassung notwendig. Diese Erfassung sollte regelmäßig während der Therapie erfolgen und immer wieder abhängig von aktuellen Beschwerden (z.B. Malabsorption und Durchfälle) und ihren aktuellen Laborwerten optimiert werden.

Der Bedarf an Eiweiß ist bei einigen Tumorpatienten deutlich erhöht. Oft ist gleichzeitig die Aufnahme von ausreichenden Mengen Eiweiß problematisch, wegen einer insgesamt reduzierten Nahrungsaufnahme oder einer plötzlich auftretenden Abneigungen gegenüber beispielsweise Fleisch – eine sehr gute Eiweißquelle. In bestimmten Fällen werden mehr Fett und weniger Glucose notwendig, sodass eine orale Optimierung notwendig ist. Die erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren wirkt antientzündlich und wird empfohlen.



Der Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen ist bei Tumorpatienten genauso wie bei gesunden Menschen zu decken. Durch regelmäßige Kontrollen Ihrer Laborwerten kann Vitamin- und Spurenelementmangel festgestellt und gegeben falls korrigiert werden.


Wie können Sie Ihren Nährstoffbedarf besser abdecken?

Ich empfehle, soweit möglich, immer eine orale Optimierung mit normalen Lebensmitteln auszuprobieren und zu bevorzugen. Wenn die Qualität und Quantität der Nahrungsaufnahme nicht ausreicht, kann Trinkzusatznahrung (Astronautenkost) eine gute Lösung sein. Trinkzusatznahrung wird auf Rezept verordnet und ist in der Regel hochkalorisch und eiweißreich und meist in kleinen Mengen von 125 – 200 ml Flüssigkeiten einfach aufzunehmen. Trinkzusatznahrung wird langsam und zwischen den Mahlzeiten getrunken, um den fehlenden Energie- und Eiweißbedarf abzudecken. Wer die Trinkzusatznahrung nicht mag oder verträgt kann neutral schmeckende energie- und eiweißreiche Pulverzusätze (wird auf Rezept verordnet) ausprobieren. Diese werden den normalen Mahlzeiten beigemischt. 

Sollte eine orale Optimierung nicht ausreichen kann je nach Fall eine heimparenterale Ernährung (HPE) in Betracht gezogen werden. Mehr Information zu diesem Thema finden Sie auf der Unterseite „Betreuung bei HPE“. Bei Tumoren im Kopf-Halsbereich oder Ösophagus wird in vielen Fällen eine enterale Ernährung (EE) eingeleitet. Mehr Information zu diesem Thema finden Sie auf der Unterseite „Enterale Ernährung“.   


Bei welchen Krebserkrankungen kommt eine Mangelernährung und ungewollter Gewichtsverlust typischerweise vor?

Insbesondere werden Krebsarten im Kopf-Halsbereich, Ösophagus, Magen und Darm, bei kleinzelligem Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs) und besonders aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen stark mit Mangelernährung und Gewichtsverlust assoziiert. 


Welche Ernährungstherapie ist erforderlich bei Tumoren im Kopf-Halsbereich und Ösophagus? 

Bei Kopf, Hals- oder Ösophagus-Tumoren sollte bei unzureichender oraler Nahrungsaufnahme eine enterale Sondenernährung durchgeführt werden. Bei Kopf-, Hals- oder Ösophagustumoren oder bei zu erwartender strahleninduzierter Schleimhaut Entzündung (Mukositis) besteht ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Mangelernährung. Durch den Tumor oder durch die Therapie können ebenfalls Kau- und Schluckstörungen auftreten, die eine orale Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigen. In diesen Fällen wird eine enterale Ernährung notwendig und über eine Sonde verabreicht wird. Mehr Information zu diesem Thema finden Sie auf der Unterseite „Enterale Ernährung“.


Welche Ernährungstherapie ist erforderlich bei Tumoren im Magen oder Darm, in der Bauchspeicheldrüse, bei kleinzelligem Lungenkrebs oder aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen? 

Alle diese Krebsarten sind häufig mit Mangelernährung und ungewolltem Gewichtsverlust assoziiert. Allerdings können die Ernährungsprobleme von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Daher sollte jede/r Patient/in mit diesen Tumorarten frühzeitig eine Ernährungsberatung erhalten. Abhängig von Ihren Beschwerden, dem Therapieverlauf, den Laborwerten und persönlichen Wünschen, kann eine individuell eingestellte Ernährungstherapie Ihnen begleitend helfen, Strategien zu entwickeln, umzusetzen und zu kontrollieren, um einer Mangelernährung vorzubeugen und Ihre Körpermaße und Ihr Gewicht zu stabilisieren. 


Ist eine spezialisierte Ernährungsberatung notwendig?

Ja, eine Mangelernährung und ungewollter Gewichtsverlust können eine eingeschränkte Therapieprognose, und nicht zuletzt, eine geminderte Lebensqualität bedeuten. Sie begünstigen Komplikationen, reduzieren Ihre Therapietoleranz und können Zwangspausen im Ablauf Ihrer Therapie erforderlich machen. 

Oft liegen eine Mangelernährung und ungewollter Gewichtsverlust schon bei der Diagnose vor. Daher ist es empfehlenswert frühzeitig die Unterstützung eines/r erfahrenen und spezialisierten Ernährungsberaters/in in Anspruch zu nehmen. Dies geht ebenfalls aus der Aussage der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. und deren assoziierten Arbeitsgruppen hervor, wonach empfohlen wird eine Ernährungsberatung in regelmäßigen und ausreichend kurzen Abständen während der Therapie wahrzunehmen.


Wird Ernährungsberatung in der Klinik angeboten?

Manchmal, ja. Mittlerweile bieten einige Kliniken eine angeschlossene Ernährungsberatung im selben Haus an. Leider werden diese Ernährungsberatungsstellen in vielen Kliniken recht knapp finanziert, um die Gesamtkosten für eine Therapie gering zu halten. Aus Zeitmangel bei hohem Patientenaufkommen kann somit die Qualität der Beratung darunter leiden, auch wenn die Kollegen qualifiziert sind und jeden Tag ihr bestes versuchen. Ich kenne diese Problematik aus eigener Erfahrung, da ich jahrelang im klinischen Bereich tätig war. Ob Ihre behandelnde Klinik eine in-house Ernährungsberatung besitzt, können Sie vor Ort erfragen.

Sollten Sie lieber eine persönliche und engmaschige Ernährungsberatung und -betreuung während Ihrer Therapie in Anspruch nehmen wollen, unterstütze ich Sie gerne. Bei einer „Eins-zu-Eins“ Betreuung habe ich ausreichend Zeit für Sie und wir haben die erforderliche Ruhe genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Gerne auch bei Ihnen zu Hause, wenn Sie es bevorzugen, oder in meiner Praxis in Berlin-Charlottenburg am Savignyplatz.

Was Betroffene oft nicht wissen: Viele Krankenkassen bezuschussen bis zu 5 Termine qualifizierter und persönlicher Ernährungsberatung pro Jahr und außerhalb der Klinik! Hierzu benötigen Sie von Ihrem Onkologen eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung für fünf Beratungstermine, die dieser in der Regel auf Nachfrage unproblematisch ausstellen kann.


Sollten Sie mehr dazu erfahren wollen, schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an

E-Mail: info@onkologische-ernaehrungspraxis.de 
Telefon: +49 (0)178 544 22 35 

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