Ihre Spezialistin für Ernährung bei Krebserkrankungen in Berlin
Eine frühzeitig beginnende und regelmäßig begleitende Ernährungstherapie unterstützt den Erfolg einer onkologischen Therapie. Wer ausreichend ernährt ist, kann seine Therapietoleranz verbessern und das Risiko von Komplikationen und Therapieunterbrechungen vermindern. (Empfehlungen der S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. DGEM).

 

Enterale Ernährung


Bei welchen Tumorarten wird häufig eine Enterale Ernährung eingeleitet? 

Insbesondere bei Tumoren im Kopf- und Halsbereich oder bei Ösophagus, kann eine enterale Sondenernährung notwendig werden. 


Welche Ernährungsprobleme bringen diese Tumorarten mit sich? 

Durch den Tumor selbst oder bei zu erwartender strahleninduzierten Schleimhautentzündung (Mukositis) kann es vorübergehend problematisch sein, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen. Bei einigen Patienten können Kau- und Schluckstörungen auftreten. In all diesen Fällen ist die orale Nahrungsaufnahme stark beeinträchtigt, sodass das Risiko für Mangelernährung und ungewollten Gewichtsverlust sehr hoch ist.  


Welche Vorteile hat eine Enterale Ernährung?  

Bei Tumoren im Kopf- und Halsbereich oder bei Ösophagus ist die Passage "oben" an einer oder an bestimmten Stellen zwischen dem Mund und Magen blockiert oder teilweise blockiert oder durch die Therapie stark beeinträchtigt, sodass keine ausreichende Nahrungsaufnahme mehr möglich ist. Wenn ab dem Magen der Rest des Magen-Darm-Trakts voll funktionsfähig ist, sollte frühzeitig eine PEG-Sonde gelegt und die Enterale Ernährung eingeleitet werden. 

Solange noch ein Teil der Nahrung oral aufgenommen werden kann, ergänzt die Sondenkost den fehlenden Bedarf. Wenn die orale Aufnahme von Nahrung garnicht mehr möglich ist, wird eine vollbilanzierte Sondenkost täglich verabreicht.  


Wie sieht der Ablauf einer Enteralen Ernährung aus? 

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Enterale Ernährung zu verabreichen. In beiden Fällen wird am Anfang ein Stufenaufbau der Kost über mehrere Tage durchgeführt, um die Verträglichkeit zu verbessern.    

  1. Als intermittierende Bolusgabe: Hier werden kleinere Mengen (100 - 200 ml je nach Verträglichkeit) von Sondenkost über 5 - 10 Minuten alle 2 - 3 Stunden mit einer Spritze über die PEG-Sonde gegeben. Diese Lösung entspricht der zeitlich natürlichen Art, Nahrung aufzunehmen. Sie nehmen mehrere kleine "Mahlzeiten" über den Tag verteilt zu sich. Dadurch bleibt der regelmäßige Dehnungsreiz im Magen weitestgehend bestehen und die nervalen, hormonellen und enzymatischen Regulationsmechanismen werden aufrechterhalten. 
    Die Bolusgabe ist für Personen geeignet, die sich selbst versorgen und selbstständig die Sondenkosteinnahme durchführen können. 
  2. Die kontinuierliche Gabe: In diesem Fall wird mit Hilfe einer Pumpe eine gesteuerte kontinuierliche Gabe von Sondenkost pro Stunde über einen Zeitraum von ca. 12-18 Stunden verabreicht. 
    Diese Methode kann mit einer mobilen Rucksackpumpe inklusive Akku durchgeführt werden, wenn die Person aktiv ist und sich einige Stunden außer Haus aufhalten möchte. Diese Methode wird ebenfalls für Menschen bevorzugt, die sich nicht selbst versorgen können.


Sollten Sie Fragen zu diesen oder weiteren Themen haben, nehmen Sie jetzt einfach Kontakt mit mir via Mail oder per Telefon auf!

E-Mail
Anruf